| Informationen zu den IVIF-Beispiel-Depots |
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Misch- bzw. Dach-Fonds mit vermögensverwaltendem Ansatz eignen sich hervorragend, um ein Depot den individuellen Vorstellungen des Anlegers entsprechend zu strukturieren. Grundsätzlich geht es dabei darum, eine möglichst schwankungsarme Entwicklung im Ergebnis-Zielkorridor des Anlegers zu begünstigen. Natürlich könnte man einen einzigen Fonds auswählen, der bspw. eine langfristige Wertentwicklung zwischen 7% und 9% pro Jahr anstrebt, wenn dies das vom Anleger verfolgte Anlageziel wäre. Was aber, wenn ausgerechnet dieser Fonds längere Zeit – oder gar dauerhaft – unterdurchschnittliche Ergebnisse abliefert? Selbst bei sorgfältigster Auswahl eines oder mehrerer Fonds kann man sich stets nur auf die Vergangenheit beziehen und hoffen, dass die Zukunft ähnlich gute Ergebnisse bringt.
Doch selbst dann, wenn der ausgesuchte Fonds auch künftig gute Ergebnisse erwirtschaften kann, so wird man in der Praxis doch feststellen müssen, dass die Zwischenergebnisse – teilweise ganz erheblich – vom angestrebten Langfrist-Ziel abweichen. Dies ist sicher kein Problem, solange die Ergebnisentwicklung oberhalb der Erwartungen verläuft. Tatsächlich wird das Ergebnis jedoch nur teilweise über und umgekehrt eben auch unter den Erwartungen liegen, denn kein Fondsmanager wird es schaffen, künftige Entwicklungen stets punktgenau zu prognostizieren.
Der Mix verschiedener Fonds mit unterschiedlichen Konzepten und teilweise durchaus voneinander abweichender Einschätzung bringt in der Regel mehr Ruhe in die Depotentwicklung als es bei Einsatz eines einzelnen Fonds möglich wäre. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen:
In diesem willkürlichen Beispiel zeigt die grüne Linie die jeweils beste und die rote Linie die jeweils schlechteste Wertentwicklung einer Mischung verschiedener Fonds, die durchaus langfristig ähnliche Ergebnisse anstreben. Wer nun meint, es sei von Vorteil, sich einfach den besten Fonds (also die grüne Linie in obiger Grafik) auszusuchen, der unterliegt einem Irrtum, denn durch schwankende Entwicklungen der einzelnen Fonds kann es durchaus vorkommen, dass ein einzelner Fonds mal der schlechteste und mal der beste unter allen ausgewählten Fonds ist. Ein ganz konkretes Beispiel anhand der realen Ergebnisse der ersten sechs Monate des Beispiel-Depots „IVIF Offensiv“ soll dies verdeutlichen. Hier ist nicht – wie bei der laufenden Darstellung der IVIF-Beispiel-Depots – die Wertentwicklung des Gesamtdepots abgebildet, sondern vielmehr die Wertentwicklung eines einzelnen Fonds in den Grenzen der jeweils besten und schlechtesten Wertentwicklung:
Wohlgemerkt: Dies ist ein reales Beispiel auf Basis der Sechs-Monats-Wertentwicklung von fünf ausgesuchten Fonds, die zusammen das Beispiel-Depot „IVIF Offensiv“ bilden. Wie ruhig im Vergleich hierzu die durchschnittliche Wertentwicklung des gesamten Beispiel-Portfolios verläuft, zeigt die folgende Grafik:
Mit den IVIF-Beispiel-Depots sollen die Vorteile einer breiten Streuung unterschiedlicher Fonds mit vermögensverwaltendem Ansatz aufgezeigt werden. Es geht hier also in keinem Fall um eine konkrete Anlageempfehlung. Je nach den individuellen Vorstellungen des Anlegers kommen abweichende Mischungen – je nach Depotgröße auch unter Beimischung weiterer Fonds, die den Kriterien des IVIF entsprechen – in Frage. Auch für die hier gewählten Beispiel-Depots wurden nicht alle Fonds der IVIF-Mitglieder eingesetzt. Dabei orientierte sich die Auswahl der Fonds nicht an den Ergebnissen sondern vielmehr an der Frage, welche Fonds aus der Angebotspalette der IVIF-Mitglieder am ehesten der jeweiligen Zielrichtung (Defensiv oder Offensiv) entsprechen. Bewusst sollte dabei darauf verzichtet werden, zwei (oder gar mehr) Fonds eines Anbieters in ein Beispiel-Depot aufzunehmen, um auch eine gleichmäßige Streuung über die Fondsmanager zu erreichen. Die Beratung muss im Einzelfall durch einen versierten Finanzdienstleister erfolgen. Vor einer Beratung sollte sich der Anleger bestätigen lassen, dass im Sinne der IVIF-Philosophie beraten wird, was vor allem eine völlige Unabhängigkeit von einer oder mehreren Fondsgesellschaften bedingt. Je nach den individuellen Vorgaben des Anlegers kann die Beimischung weiterer Fonds sinnvoll sein, wobei diese nicht zwingend nur aus dem Angebotsspektrum der IVIF-Mitglieder ausgesucht werden müssen. Eines sollte auf jeden Fall deutlich werden: Wer langfristig haltbare Investitionen tätigen will (was nicht nur unter Abgeltungssteuergesichtspunkten empfehlenswert ist), der sollte darauf verzichten, sich über eine Grundaufteilung („Asset-Allokation“) seines Depots nach Anlageklassen (Aktien, Renten, Immobilien etc.) bzw. –kategorien (Regionen, Länder, Branchen oder Themen) Gedanken zu machen. Diese althergebrachte Methode der Vermögensaufteilung, die einerseits nur auf Basis von Vergangenheitswerten erfolgen kann und andererseits der dauernden Anpassung an neue Entwicklungen bedarf, hat für Privatanleger ausgedient. Die entsprechenden Anpassungen werden im Rahmen der verschiedenen vermögensverwaltenden Fonds vorgenommen. Für den Anleger ist es also vordergründig von Bedeutung, eine gewisse Anzahl von Vermögensverwaltern in seinem Depot zu bündeln, um mit dem Mix unterschiedlicher Konzepte und Markteinschätzungen zu einer seinen Vorstellungen entsprechenden Ergebnisentwicklung zu gelangen. |
Musterdepot 


